Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden in Deutschland. Viele Menschen kennen das Gefühl: ein dumpfer Druck, der sich wie ein Band um den Kopf legt. Doch während einige nur gelegentlich darunter leiden, kämpfen andere monatelang mit chronischen Spannungskopfschmerzen – ein Zustand, der das Leben stark beeinträchtigen kann.
Die Lesedauer dieses Artikels beträgt etwa 5 Minuten. In dieser Zeit erfahren Sie nicht nur, wie Kopfschmerzen entstehen, sondern auch, warum sie oft muskulär bedingt sind und was Sie dagegen unternehmen können. Spannungskopfschmerzen sind kein Schicksal. Mit dem richtigen Wissen und gezielten Strategien können Sie sie langfristig loswerden.
Übrigens: Nicht jeder Kopfschmerz ist gleich. Während manche Menschen nur episodisch betroffen sind, leiden andere an mehr als zehn Tagen pro Monat unter den Beschwerden. Doch egal, wie oft es Sie trifft – dieser Artikel zeigt Ihnen Lösungen.
Spannungskopfschmerzen zählen zu den häufigsten Kopfschmerzformen und werden als primäre Kopfschmerzen klassifiziert – das heißt, sie sind keine Folge anderer Erkrankungen. Charakteristisch ist der Spannungstyp: ein dumpfer, drückender Schmerz, der den gesamten Kopf umschließt, als säße ein zu enges Band um die Schläfen.
Mediziner unterscheiden zwei Verlaufsformen:
Episodische Spannungskopfschmerzen:
Chronische Spannungskopfschmerzen:
Im Gegensatz zu anderen Kopfschmerzformen wie Migräne fehlen hier typische Begleitsymptome wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit. Stattdessen steht der dumpfe Druck im Vordergrund, der viele Betroffene tagelang begleitet.
Um Spannungskopfschmerzen gezielt behandeln zu können, müssen Sie sie zunächst sicher von anderen Kopfschmerzarten unterscheiden. Typisch sind folgende Merkmale:
Schmerzcharakter: Viele Betroffene beschreiben den Schmerz als dumpf und beidseitig – fast so, als wäre der Kopf in einen Schraubstock eingespannt.
Lokalisation: Der Druck konzentriert sich meist im Bereich von Stirn und Schläfen, kann aber auch den gesamten Kopf umfassen.
Dauer und Häufigkeit:
Anders als bei Migräne bleiben Begleitsymptome wie Übelkeit oder Erbrechen aus. Der Schmerz ist zwar unangenehm, ermöglicht aber meist noch alltägliche Aktivitäten.
Migräne und Spannungskopfschmerzen werden häufig verwechselt – dabei gibt es klare Unterschiede. Hier die wichtigsten Merkmale im Vergleich:
Schmerzqualität:
Begleitsymptome:
Auslöser und Dauer:
Ein weiterer Unterschied liegt in der Schmerzverarbeitung im Gehirn: Bei Migräne reagieren die Schmerzzentren überempfindlich auf Reize, während Spannungskopfschmerzen eher auf muskuläre Ursachen zurückgehen.
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Spannungskopfschmerzen haben selten eine einzige Ursache – meist spielen mehrere Faktoren zusammen. Zu den häufigsten Auslösern gehören:
Muskuläre Verspannungen:
Psychische Belastungen:
Schlafmangel und Schlafstörungen:
Genetische Veranlagung:
Ein typisches Beispiel: Wer stundenlang am Schreibtisch sitzt, ohne Pause zu machen, überlastet die Nackenmuskulatur. Die Verspannungen strahlen in den Kopf aus – und schon pocht der Schmerz in den Schläfen.
Bei akuten Spannungskopfschmerzen gibt es wirksame Strategien, um den Schmerz zu stoppen – und langfristige Ansätze, um ihn dauerhaft zu besiegen:
Wichtig ist ein Mix aus akuter Linderung und vorbeugenden Maßnahmen. Denn wer nur zu Schmerztabletten greift, riskiert einen Teufelskreis aus Schmerz und erneuter Einnahme.
Vorbeugen ist besser als behandeln – besonders bei chronischen Spannungskopfschmerzen. Mit diesen Strategien senken Sie das Risiko, dass die Schmerzen zum Dauerbegleiter werden:
Regelmäßige Bewegung:
Gesunder Schlafrhythmus:
Stressmanagement:
Ernährung und Flüssigkeit:
Erkrankungen frühzeitig behandeln:
Ein Beispiel: Wer täglich Bewegung an der frischen Luft in den Alltag integriert, trainiert nicht nur den Körper, sondern senkt auch den Stresspegel – ein doppelter Schutz gegen Schmerzen.
Chronische Spannungskopfschmerzen sind kein Problem, das Sie allein lösen müssen. In diesen Fällen sollten Sie einen Arzt aufsuchen:
Häufigkeit der Schmerzen: Laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft gilt: Treten die Beschwerden an mindestens 15 Tagen im Monat auf, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam.
Verdacht auf andere Erkrankungen: Nicht jeder Kopfschmerz ist harmlos. Eine gründliche Diagnose durch den Arzt schließt schwerwiegende Erkrankungen wie Tumore, Bluthochdruck oder Entzündungen aus.
Warnsignale, die sofortige Abklärung erfordern:
Auch bei Verdacht auf Medikamentenübergebrauch (z. B. durch zu häufige Einnahme von Schmerztabletten) ist eine Untersuchung wichtig. Der Arzt entwickelt dann einen individuellen Therapieplan – etwa mit Biofeedback oder Physiotherapie –, um den Teufelskreis zu durchbrechen.
Chronische Spannungskopfschmerzen können das Leben belasten – aber sie sind kein unvermeidbares Schicksal. Die Häufigkeit der Schmerzen kann reduziert werden, wenn Sie frühzeitig gegensteuern:
Wichtig ist, nicht zu warten, bis der Schmerz chronisch wird. Beginnen Sie heute damit, kleine Routinen zu etablieren – ob Bewegung an der frischen Luft, progressive Muskelentspannung oder regelmäßige Pausen am Arbeitsplatz. Und falls die Schmerzen trotz aller Maßnahmen bleiben: Scheuen Sie sich nicht, einen Arzt aufzusuchen. Denn auch chronische Spannungskopfschmerzen lassen sich mit der richtigen Strategie lindern – oder sogar loswerden.
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