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Bandscheibenvorfall Bein knickt weg - Probleme körperlich und psychisch Art können bis zu einer Depression führen
Letztes Update
1.4.2025
Lesezeit
3 min
Kategorie
Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall Bein knickt weg

Symptom, Therapie und Hilfe für die Lendenwirbelsäule

Wenn das Bein beim Bandscheibenvorfall wegknickt, handelt es sich um ein typisches Symptom, das Betroffene stark verunsichert. Der Grund dafür ist meist ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule (LWS), der durch Druck auf Nervenwurzeln oder das Rückenmark Schmerzen und Funktionsstörungen auslöst. Patienten mit einem Bandscheibenvorfall beschreiben häufig ein plötzliches „Einknicken“ des Beins beim Gehen oder Treppensteigen, begleitet von Rückenschmerzen, die bis ins Gesäß oder Bein ausstrahlen.

Häufig treten folgende Beschwerden auf:

  • Stechende Schmerzen im unteren Rücken, die sich bei Bewegung verstärken
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln im Bein
  • Kraftverlust in der betroffenen Seite, der das Bein „wegknicken“ lässt

Die Ursachen für einen Bandscheibenvorfall sind vielfältig:

  1. Verschleiß der Bandscheiben durch altersbedingte Abnutzung
  2. Fehlbelastungen, z. B. schweres Heben oder langes Sitzen
  3. Risse im Faserring, die zum Austreten des Gallertkerns führen

Um eine klare Diagnose Bandscheibenvorfall zu stellen, sind eine klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie MRT unverzichtbar. Meisten Bandscheibenvorfälle lassen sich zwar konservativ behandeln, doch in schweren Fällen – etwa bei Lähmungserscheinungen – ist eine Operation unumgänglich.

Wichtig: Nicht jedes „wegknickende Bein“ wird durch einen Bandscheibenvorfall verursacht. Ähnliche Symptome können auch bei einer Spinalkanalstenose oder starken Verspannungen auftreten. Wenn die Schmerzen länger anhalten oder sich verschlimmern, sollten Sie sofort ärztlichen Rat einholen.

Was ist ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule (LWS)?

Ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule (LWS) entsteht, wenn Teile einer Bandscheibe – der stoßdämpfenden „Puffer“ zwischen den Wirbelkörpern – verrutschen und auf Nervenwurzeln oder das Rückenmark drücken. Die LWS (Lendenwirbelsäule) trägt das meiste Körpergewicht und ist daher besonders anfällig für Verschleiß oder Verletzungen der Bandscheiben.

Jede Bandscheibe besteht aus zwei Teilen:

  1. Faserring: Ein fester, äußerer Ring aus Bindegewebe.
  2. Gallertkern: Ein gelartiger Kern, der bei Belastung Druck abfedert.

Bei einem Bandscheibenvorfall reißt der Faserring durch Verschleiß, Überlastung oder plötzliche Bewegungen. Der Gallertkern tritt dann aus und übt Druck der Bandscheibe auf umliegende Strukturen aus – vor allem auf die Nervenwurzeln der LWS. Dass der Bandscheibenvorfall in diesem Bereich so häufig ist, liegt an der hohen Beweglichkeit und Belastung der Lendenwirbelsäule.

Typische Merkmale:

  • Bandscheibenvorfall liegt meist zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel (L4/L5) oder am Übergang zur Kreuzbeinregion (L5/S1).
  • Der Druck der Bandscheibe auf die Nerven löst Schmerzen, Taubheit oder Muskelschwäche aus.
  • Risse im Faserring können auch durch jahrelangen Verschleiß entstehen, etwa durch falsches Heben oder Sitzen.

Wichtig: Nicht jeder Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule verursacht Beschwerden. Erst wenn die Bandscheibe auf die Nerven drückt oder diese gereizten Strukturen entzündet sind, kommt es zu typischen Symptomen wie dem „Wegknicken“ des Beins.

Symptom: Warum knickt das Bein beim Bandscheibenvorfall weg?

Wenn das Bein beim Bandscheibenvorfall wegknickt, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Nerven in der Lendenwirbelsäule gereizt oder geschädigt sind. Der Grund: Die vorgewölbte Bandscheibe übt Druck auf die Nervenwurzel aus, die für die Steuerung der Beinmuskulatur zuständig ist. Diese Kompression unterbricht die Signalübertragung – die Folge sind Schwäche, Taubheit oder sogar Lähmungserscheinungen in den Beinen.

Typische Symptome, die mit dem „Wegknicken“ einhergehen:

  • Ausstrahlende Schmerzen vom unteren Rücken über das Gesäß bis ins Bein (sog. Ischias-Schmerzen)
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle im betroffenen Bein
  • Muskelschwäche, die das Heben des Fußes oder Treppensteigen erschwert
  • In schweren Fällen: Lähmungserscheinungen, z. B. beim Anheben der Ferse

Wie entstehen diese Beschwerden?

  1. Die gereizte Nervenwurzel sendet Fehlsignale an die Beinmuskeln.
  2. Die Muskulatur wird nicht mehr ausreichend aktiviert – das Bein „versagt“ plötzlich.
  3. Gleichzeitig können Gefühlsstörungen wie Kribbeln und Lähmungserscheinungen auftreten.

Ein Beispiel: Viele Betroffene spüren zunächst Schmerzen im unteren Rücken, die später ins Bein ausstrahlen. Wird der Druck auf die Nervenwurzel nicht gelindert, verschlimmern sich die folgenden Symptomen oft: Die Schwäche nimmt zu, und selbst einfache Bewegungen lösen ein „Einknicken“ aus.

Wichtig: Taubheitsgefühl und Kribbeln sind Warnsignale! Treten zusätzlich Lähmungserscheinungen auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden – sonst drohen dauerhafte Nervenschäden.

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Diagnose Bandscheibenvorfall: Wie wird der Vorfall erkannt?

Die Diagnose Bandscheibenvorfall beginnt stets mit einer gründlichen klinischen Untersuchung. Der Arzt überprüft dabei Beweglichkeit, Reflexe und die Reaktion auf bestimmte Schmerzreize – besonders im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS). Typische Hinweise sind neurologische Ausfälle wie Muskelschwäche, eingeschränkte Sensibilität oder veränderte Reflexe, die auf eine gereizte Nervenwurzel hindeuten.

Schritte der Diagnostik im Überblick

  1. Klinische Untersuchung:
    • Überprüfung der Schmerzauslösung durch bestimmte Bewegungen (z. B. Lasègue-Test)
    • Test der Muskelkraft und Sensibilität im betroffenen Bein
  2. Bildgebenden Verfahren wie MRT:
    • MRT (Magnetresonanztomographie) zeigt präzise die Lokalisation des Vorfalls und den Druck auf die Nervenwurzel
    • CT oder Röntgen ergänzen bei Unklarheiten, z. B. zur Beurteilung des Wirbelkanals
  3. Neurologische Tests:
    • Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bei Verdacht auf dauerhafte Schäden

Die bildgebenden Verfahren sind entscheidend, um den Bandscheibenvorfall von anderen Ursachen wie einer Spinalkanalstenose abzugrenzen. Sie zeigen, ob die Bandscheibe in den Spinalkanal vorgedrungen ist oder die Nervenwurzel komprimiert. Besonders das MRT liefert detaillierte Bilder der Weichteile und hilft bei der Planung der Therapie.

Wichtig: Nicht jeder sichtbare Bandscheibenvorfall verursacht Beschwerden. Erst die Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren sichert die Diagnose und zeigt, ob der Vorfall tatsächlich die Symptome erklärt.

Konservative Therapie: Behandlung ohne Operation bei Bandscheibenvorfall LWS

Bei einem Bandscheibenvorfall LWS setzen Ärzte zunächst auf eine konservative Therapie, die ohne Operation auskommt. In den meisten Fällen (ca. 80–90 %) lassen sich die Rückenschmerzen und neurologischen Symptome damit erfolgreich lindern. Ziel ist es, den Druck auf die Nervenwurzel zu verringern und die natürliche Heilung der Bandscheiben zu unterstützen.

Bestandteile der konservativen Behandlung:

  • Schmerzstillende Medikamente: Nichtsteroidale Antirheumatika (z. B. Ibuprofen) oder Muskelrelaxanzien reduzieren Entzündungen und akute Schmerzen im unteren Rücken.
  • Entlastung durch kurzzeitige Schonung: Bettruhe für maximal 1–2 Tage, gefolgt von sanfter Bewegung zur Mobilisierung.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen stärken die Muskulatur des unteren Rückens und verbessern die Haltung.
  • Wärme- oder Elektrotherapie: Lockert verspannte Muskeln und fördert die Durchblutung.

Wichtig: Die meisten Patienten profitieren von einem Mix aus Schmerzmanagement und aktivem Training. Studien zeigen, dass gezielte Bewegung den Heilungsprozess der Bandscheiben beschleunigt – selbst bei ausstrahlenden Schmerzen ins Bein.

Tipps für den Alltag:

  • Vermeiden Sie langes Sitzen oder schweres Heben.
  • Nutzen Sie ergonomische Sitzkissen oder stützende Bandagen zur Entlastung.
  • Sanfte Aktivitäten wie Schwimmen oder Walking entlasten die LWS und beugen weiteren Schäden vor.

Nur wenn die konservative Therapie nach 6–12 Wochen keine Besserung bringt oder neurologische Ausfälle (z. B. Lähmungen) auftreten, wird eine Operation erwogen.

Operation beim Bandscheibenvorfall: Wann ist ein Eingriff nötig?

Eine Operation beim Bandscheibenvorfall wird nur in bestimmten schweren Fällen empfohlen, wenn die konservative Therapie versagt oder akute Gefahren drohen. Die Entscheidung für einen Eingriff trifft der Arzt, wenn:

  • Starke Schmerzen trotz Medikamente und Physiotherapie länger als 6–12 Wochen anhalten.
  • Lähmung von Muskeln (z. B. Fußheberschwäche) oder Kontrollverlust über Blase/Darm auftritt.
  • Die Nervenfasern durch anhaltenden Druck irreversibel geschädigt werden könnten.

Moderne Methoden der Bandscheibenoperation:

  1. Mikrochirurgische Entfernung: Der vorgelagerte Teil der Bandscheibe wird minimalinvasiv entfernt, um den Druck auf die Nervenwurzel zu beseitigen.
  2. Endoskopische Verfahren: Noch schonendere Technik mit kleineren Schnitten und schnellerer Heilung.
  3. Bandscheibenersatz oder Versteifung (Spondylodese): Nur bei Instabilität der LWS oder wiederholten Vorfallen.

Wichtig: Operiert wird nur etwa jeder zehnte Patient. Die meisten können konservativ behandelt werden. Doch wenn neurologische Ausfälle wie Lähmungserscheinungen auftreten, ist eine schnelle OP entscheidend, um Folgen wie dauerhafte Nervenschäden zu vermeiden.

Nach der Operation sind meist folgende Schritte nötig:

  • Kurze Schonphase (1–2 Wochen), gefolgt von Physiotherapie zur Stärkung des unteren Rückens.
  • Vermeidung von schwerem Heben oder Verdrehungen der Wirbelsäule für mindestens 6 Wochen.
  • Regelmäßige Kontrollen, um Rückfälle früh zu erkennen.

Treppensteigen und Alltag: Tipps bei starken Rückenschmerzen

Treppensteigen und Alltag - Frau hat Probleme beim Laufen und ihr Bein knickt weg

Starke Rückenschmerzen durch einen Bandscheibenvorfall können selbst einfache Alltagsaktivitäten wie Treppensteigen zur Herausforderung machen. Doch mit gezielten Strategien lassen sich Belastungen reduzieren und Schmerzen besser kontrollieren.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Treppensteigen schmerzarm meistern:
    • Aufstieg: Stützen Sie sich am Geländer ab und führen Sie das schmerzfreie Bein zuerst nach oben.
    • Abstieg: Gehen Sie rückwärts oder setzen Sie das betroffene Bein zuerst – das entlastet Gesäß und Hüfte.
  • Bewegung trotz Schmerzen:
    • Kurze Spaziergänge oder Schwimmen lockern verspannte Muskeln im Rücken und beugen chronischen Schmerzen vor.
    • Vermeiden Sie langes Sitzen – stehen Sie alle 30 Minuten auf und dehnen Sie den unteren Rücken.
  • Schmerzen breiten sich aus:
    • Nutzen Sie Wärme (z. B. Kirschkernkissen) oder entzündungshemmende Salben, um die gereizten Nervenwurzeln zu beruhigen.

Belastungen im Alltag minimieren

  • Heben Sie schwere Lasten nie aus dem Rücken, sondern aus den Beinen.
  • Tragen Sie Einkäufe nah am Körper und verteilen Sie das Gewicht auf beide Seiten.
  • Nutzen Sie ergonomische Hilfsmittel wie einen Rollator oder Gehstock bei starken Rückenschmerzen.

Wichtig: Bei chronischen Schmerzen helfen langfristig nur konsequente Physiotherapie und ein rückenfreundlicher Lebensstil. Übungen zur Stärkung der Hüfte und Gesäß-Muskulatur entlasten die LWS und verbessern die Stabilität.

Bandscheibenvorfall nicht immer: Abgrenzung zu anderen Ursachen

Ein „wegknickendes Bein“ oder starke Rückenschmerzen müssen nicht zwangsläufig auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen. Es gibt mehrere Differentialdiagnosen, die ähnliche Symptome auslösen können – von harmlosen Verspannungen bis hin zu ernsten Erkrankungen wie einer Spinalkanalstenose.

Häufige Alternativen zum Bandscheibenvorfall

  • Hexenschuss (Lumbago): Plötzliche, stechende Schmerzen im unteren Rücken durch blockierte Wirbelgelenke oder Muskelverhärtungen. Unterschied: Keine Ausstrahlung ins Bein oder neurologische Ausfälle.
  • Spinalkanalstenose: Eine Verengung des Wirbelkanals durch Verschleißerscheinungen (z. B. verdickte Bänder oder knöcherne Anbauten an den Wirbelkörpern). Typisch: Schmerzen beim Gehen, die in Ruhe nachlassen.
  • Ischias-Reizung: Entzündung des Ischiasnervs ohne Beteiligung der Bandscheiben, z. B. durch Entzündungen oder Tumore.
  • Verspannungen: Verhärtete Rückenmuskeln durch Stress oder Fehlhaltungen, die Schmerzen im Gesäß oder Hüfte auslösen.

Wichtige Abgrenzungskriterien

Schleudertrauma Schweregrade
Ursache Typische Symptome
Bandscheibenvorfall Ausstrahlende Schmerzen, Taubheit, Lähmungserscheinungen
Spinalkanalstenose „Schaufensterkrankheit“ (Schmerzen beim Gehen)
Hexenschuss Akute Schmerzen im unteren Rücken, keine Beinbeteiligung

Auch Verschleißerscheinungen der Wirbelgelenke (Facettensyndrom) oder ein Hexenschuss können das Bein schwächen – jedoch ohne direkten Nervendruck. Eine präzise Diagnose erfordert daher immer bildgebende Verfahren und eine klinische Untersuchung.

Häufige Fragen zum Bandscheibenvorfall der LWS

Wie häufig ist ein Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule?

Etwa 1–2 % aller Menschen erleiden im Laufe ihres Lebens einen Bandscheibenvorfall der LWS. Männer zwischen 30 und 50 Jahren sind etwas häufiger betroffen.

Welches Risiko besteht für einen erneuten Vorfall (Rückfallrisiko)?

Das Rückfallrisiko liegt bei etwa 5–10 %. Durch gezieltes Muskeltraining und rückengerechtes Verhalten lässt es sich deutlich senken.

Wie hoch sind die Heilungschancen?

  • Konservative Therapie: 80–90 % der Patienten sind nach 6–12 Wochen beschwerdefrei.
  • Operation: Über 90 % Erfolgsquote bei rechtzeitigem Eingriff. Das Ergebnis für den Patienten hängt jedoch von der Nervenschädigung vor der OP ab.

Wie lange dauert die Therapie bei einem Bandscheibenvorfall?

Die Dauer der Therapie variiert:

  • Akutphase: 2–6 Wochen Schmerzmanagement und Physiotherapie.
  • Langfristig: 3–6 Monate gezieltes Aufbautraining zur Vorbeugung.

Welche Folgen kann ein unbehandelter Vorfall haben?

  • Chronische Rückenschmerzen oder Ausfälle (z. B. Fußheberschwäche).
  • Selten: Dauerhafte Schäden an Nervenfasern oder dem Rückenmark.

Bandscheibenvorfall übrigens: Muss jeder Vorfall operiert werden?

Nein! Nur etwa 10 % der Fälle erfordern eine OP. Die meisten Bandscheibenvorfälle heilen von selbst – vorausgesetzt, der Patient bleibt aktiv.

Vorbeugung: Wie Sie die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule schützen

Ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule lässt sich oft durch gezielte Vorbeugung vermeiden. Der Schlüssel liegt darin, den Verschleiß der Bandscheiben zu verlangsamen und die Belastung der Wirbelsäule zu reduzieren.

Effektive Maßnahmen im Überblick

  1. Bewegung als Schutzfaktor:
    • Regelmäßige Aktivitäten wie Schwimmen, Yoga oder Walking halten die Bandscheiben elastisch und fördern die Nährstoffversorgung.
    • Stärkung der Muskulatur: Kräftigungsübungen für Rücken, Bauch und Gesäß entlasten die LWS (z. B. Planks, Beckenlift).
  2. Richtiges Heben:
    • Gehen Sie in die Knie, halten Sie den Rücken gerade, und heben Sie Lasten nah am Körper.
    • Vermeiden Sie ruckartiges Drehen unter Belastung.
  3. Ergonomie im Alltag:
    • Arbeitsplatz: Höhenverstellbarer Stuhl, Bildschirm auf Augenhöhe.
    • Schlafposition: Seitenschlaf mit angezogenen Beinen entlastet die Lendenwirbelsäule.

So senken Sie das Risiko für einen Bandscheibenvorfall

  • Vermeiden Sie langes Sitzen – stehen Sie alle 30 Minuten auf und dehnen Sie die Wirbelsäule.
  • Übergewicht reduzieren: Jedes Kilo weniger entlastet die Bandscheiben.
  • Rauchen einstellen: Nikotin verschlechtert die Durchblutung der Bandscheiben und beschleunigt den Verschleiß.

Wichtigste Übungen zur Vorbeugung

  • Katzenbuckel (im Vierfüßlerstand): Mobilisiert die LWS und löst Verspannungen.
  • Rückenstrecker (im Liegen): Heben Sie abwechselnd Arme und Beine, um die Tiefenmuskulatur zu aktivieren.
  • Dehnung der Hüftbeuger: Beugt Fehlhaltungen und entlastet den unteren Rücken.

Durch diese Maßnahmen lässt sich das Risiko für einen Bandscheibenvorfall deutlich senken – selbst bei bestehendem Verschleiß.

Ralf Baumann – Inhaber des
Therapie- und Trainingszentren Baumann
Ralf Baumann
Geschäftsführer / Inhaber
Physiotherapie Baumann
Disclaimer:
Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Bildungszwecken und allgemeiner Aufklärung. Sie ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf eine Erkrankung wird dringend empfohlen, einen qualifizierten Arzt oder Fachexperten zu konsultieren.